Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond

Informationen zum Buch:

Seitenzahl: 296 Seiten
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 21. Februar 2011
Formate: Taschenbuch
Preise: ab 0,59€

Klappentext:

Er tötet andere, sie will er lebend

Zehn Jahre ist es her, dass Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand und Valerie beim nächsten Vollmond einem Werwolf gegenüberstand – und von diesem verschont wurde. Nun ist Peter wieder da, und als sie ihn wiedersieht, packt die jetzt siebzehnjährige Valerie dieselbe wilde Leidenschaft wie dereinst. Zwar ist sie dem wohlhabenden Henry Lazar versprochen, aber Valerie würde alles dafür tun, um Peter nicht wieder zu verlieren. Doch dann wird am Tag nach Vollmond der leblose Körper eines jungen Mädchens gefunden. Kratzspuren und Bisse sprechen eine eindeutige Sprache: Der Werwolf ist zurück, und er hat sich ausgerechnet Valeries Schwester Lucie geholt. Alles deutet darauf hin, dass der Wolf allein wegen Valerie gekommen ist und nicht ruhen wird, bis er auch sie in seiner Gewalt hat…

Meine Meinung zum Buch:

An jedem Vollmond opfert das Dorf Doggerhorn dem Werwolf ein Tier, um ihn dazu zu bringen, dass Dorf zu verschonen. In diesem Dorf leben die 17 jährige Valerie und ihre Schwester Lucie. Nachdem überraschend der Blutmond eines Tages erscheint, versuchen sich die Dorfbewohner schnellstmöglich hinter dem schützenden Zaun, der das Dorf umgibt, zu verstecken. Dabei werden die Geschwister voneinander getrennt und Lucie fällt dem Werwolf zum Opfer. Der Wolf will, dass Valerie ihn begleitet, doch dann taucht ihre alte Jugendliebe Peter wieder im Dorf auf. Schon bald versucht Valerie herauszufinden, was das plötzliche Auftauchen mit dem Wolf zu tun hat.

Da ich den Film nie gesehen habe, aber mich der Buchtitel sehr angesprochen hat, wollte ich es wagen und das Buch lesen. Und ich muss zugeben, dass mir die moderne Version von ‚Rotkäppchen‘ sehr gefallen hat. Immer wieder musste ich rätseln, wer denn nun eigentlich der Werwolf ist und ob ich nicht mit meinen Vermutungen recht hatte.

Der Einstieg stellte sich allerdings als recht schwierig heraus. Der Schreibstil war ungewohnt kantig und durch viele verschachtelte Sätze geprägt. Dennoch fand ich mich irgendwann relativ zurecht und konnte die erschaffene Atmosphäre, die eher düster gehalten wurde, und die spannenden Kapitel, welche viele Szenenwechsel enthielten, genießen. Hinzu kam dann noch, dass die Liebesgeschichte nicht zu sehr in den Vordergrund gerückt wurde, was mir sehr gut gefiel und ich mich so mehr auf das Geschehen konzentrieren konnte.

Die Charaktere waren allesamt voller Tiefe und haben eine wirklich gut durchdachte Entwicklung in der Geschichte durchlebt. Ich konnte mit Valerie mitfühlen, Peter lieben lernen und hinter so ziemlich jeder Person den Werwolf vermuten. Einzig ihre Großmutter war für mich noch recht undurchsichtig und hätte ruhig noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken können.

Einziges ganz großes Manko war das Ende. Welches man wohl nur erfährt, wenn man auf http://redridinghoodbook.com/ das letzte Kapitel auf Englisch liest. Bis dahin habe ich so gehofft, zu erfahren, wer der Wolf ist. Noch habe ich mich allerdings nicht getraut, es zu lesen.

Fazit: Eine düstere Geschichte, eine neu entdeckte Liebe und viele Geheimnisse. Red Riding Hood bietet dem Leser so einiges an Spannung und schafft eine wirklich tolle Atmosphäre. Mit dem klassischen Rotkäppchen hat diese Adaption jedoch schon lange nichts mehr gemein. Nach dem Lesen bin ich zumindest gewillt, einmal einen Blick in den Film zu wagen.

BEWERTUNG ★★★★

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