Tipp 3: Worauf muss ich achten?

Worauf muss ich achten, wenn ich einen Blog erstellen will?

Zunächst einmal solltet ihr ein paar Überlegungen machen, bevor ihr loslegt:

  1. Worüber möchte ich Bloggen? (nur Bücher, oder alles mögliche oder Bücher, Fandom zu Büchern etc.) Das ist zunächst erstmal ein Punkt, den man schon anreißen sollte. Immerhin kann ich nicht heute das eine Thema und Morgen das nächste anfangen. Klar, ihr könnt es, aber dann kann es auch passieren, dass euch eure Follower verloren gehen, weil sie wegen anderen Content zu euch gefunden haben. Deswegen von Anfang an klar definieren, was ihr machen wollt.
  2. Wie soll der Blog heißen? Es gibt zig tausende Blogs und ganz unglaublich viele haben einen ähnlichen Namen. Um sich von der Masse abzuheben und im Meer der unglaublich vielen nicht unter zu gehen, ist es ratsam sich wirklich echte Gedanken um einen geeigneten Blognamen zu machen. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass Blogger den Namen im Laufe ihrer Bloggerkarriere ändern. Ich brauch das nicht. Mich gibt es nur einmal 😉 Klar ist er irreführend, weil ich ihn ja nur alleine betreibe, aber da steckt ja ein Hintergedanke bei, den ich schon mal erklärt habe.
  3. Wie viel Zeit kann ich dafür Opfern? Wer richtig weit kommen will (warum auch immer man das wollen muss), der kommt um eines nicht drumherum: Zeit opfern. Bloggen ist und bleibt ein sehr zeitintensives Hobby. Aber diejenigen, die tagtäglich mehrere Stunden mit dem Erstellen von Beiträge und Rezensionen, arrangieren von Fotos etc verbringen, machen es, weil es ihnen Spaß macht. Klar opfert es mir kostbare Lesezeit, aber man bekommt einfach so unheimlich viel zurück. Und ist der Content gut, sprich man investiert mehr Zeit in Recherche, in Planung von Aktionen, Interviews und so weiter, so wächst der Stamm der Follower schnell. Ich weiß, wovon ich spreche. Im letzten Jahr um diese Zeit habe ich die 1000 Likes erreicht. Nach gerade einmal 8 Monaten.
  4. passend zum Thema Zeit: will ich den Blog alleine führen oder hole ich mir (z.B. aus Zeitmangel) noch ein oder mehrere Leute mit ins Boot? Hier kann man ja versuchen, mehrere Genre gleichzeitig abzudecken. Der Vorteil hier: verschiedene Genre bedeutet durchaus mehr Follower. Aber ihr solltet die Person bestenfalls gut kennen oder zumindest euch gut verstehen und schon mal einen groben Plan davon haben, wer wann was macht. Bei vielen Aktionen kann man sich dann da auch sehr gut absprechen. Wenn ich im Urlaub bin habe ich keinen auf dem Blog. Bei mehreren kann auch mal jemand einspringen 😉

Und dann kann ich euch noch ein paar kleine Tipps für Anfänger nennen:

  • Wenn Autoren oder Blogger „Zeigt mir eure Blogs“ oder „Wo bloggt ihr?“ schreiben: Sofort euren Seitenlink und einen kurzen Text in die Kommentare setzen! Das ist kostenlose Werbung und die Beste, die ich bisher hatte (Hallo an ca 1/3 von euch, die über diesen Weg zu mir gefunden haben *wink*).
  • Autoren suchen Rezensenten: Sehr gut. Gerade am Anfang kann man ruhig auch mal den Sprung ins kalte Wasser wagen und auch mal von unbekannten Lesen. Mehr als die Hälfte meiner Stammautoren kannte ich davor nämlich noch gar nicht 😉
  • Werbung gegen Werbung (kurz WgW): Hat auch mir die nötige Starthilfe verpasst. Allerdings würde ich euch hier empfehlen, wirklich große Seiten anzuschreiben. Und dann natürlich auch vernünftig und nicht „Hey hast du lust auf wgw?“, sondern schon mit son bisschen Arbeit verbundene Anfragen, auf die ich als Blogger auch reagieren würde. (informiert euch wer da bloggt und schreibt sie ordentlich mit Namen an und stellt euch auch kurz vor)
  • Ihr lest ein Buch aus: Noch besser! Sofort rezensieren. Ich sage euch so wie es ist: mit euren Meinungen zu Büchern kommen ebenfalls Leute auf eure Seite. Da findet man Gleichgesinnte und kommt oftmals in tolle Gespräche oder bekommt noch Tipps zu anderen Büchern. Und auch, wenn ihr noch keine Rezension geschrieben habt, hab ich einen Tipp für euch:
  • lest Rezensionen auf Amazon zu euren gelesenen Büchern. Gerade am Anfang habe ich mich oftmals an anderen Rezensionen orientiert. An den Aufbau, die abgearbeiteten Punkte (oftmals finden ja mehrere Leute einen Charakter nervig oder den Beginn eines Buches ziehend wie Kaugummi, also rein damit in die Kommentare, dass du das bestätigen kannst) und auch, wie viel von der Story man mit rein nehmen kann, ohne gleich das halbe Buch zu spoilern. Alles schon gesehen, deswegen: Obacht. Bestenfalls versucht euch nach dem Schreiben in die Lage von jemanden zu versetzen, der das Buch noch nicht kennt 😉 Und lest nochmal schön alles durch bezüglich Fehler und so. Passiert mir auch, deswegen ist es umso wichtiger, dass man gleich ein paar mal drüber gelesen hat.
  • Postet nicht nur kurze Texte. Ihr solltet schon so schreiben, dass die Leute irgendwo unterhalten werden. Fragt euch immer „Was möchte ich auf einem Facebookblog sehen?“ Wenn ihr euer geschriebenes selber lesen würdet, dann geht das wohl klar. Untermalt bestimmte Themen mit Fragen, die ihr zunächst selbst beantwortet (bestenfalls mehr als zwei, drei Sätze) und dann eure Leser dazu auffordert.
  • Bilder machen Leute. Oder so ähnlich. Bestes Beispiel: Ich habe gestern den Umschlag meiner Buchpost gepostet: in nicht mal einer Stunde habe ich über 40 Reaktionen (Inform von Daumen hoch, Herzen etc) und 12 Kommentare bekommen. Das Bild lässt nur etwas vermuten, doch in Kombination mit einem neugierig machenden Text fühlen sich die meisten dazu aufgefordert, zumindest irgendwie darauf zu reagieren.
  • Häufiges Posten von gutem Content erhöht die Reichweite. Hier sollte jeder selbst entscheiden, was „häufig“ für ihn/sie bedeutet. Ich habe einen bestimmten Rhythmus, in dem ich poste. 6,9,12,15,18 und 21 Uhr. Manchmal sogar noch was dazwischen, wenn ich viel über den Tag habe. Das klingt viel? Da gibt es durchaus Blogger, die noch mehr posten. Aber es gibt auch Blogger, die mit einem bis 2 Beiträge am Tag gut Reichweite machen. Warum? Weil sie sorgfältig Recherche betreiben. Sie arbeiten hart an diesen beiden Beiträgen und können damit locker auf gleichbleibendem oder steigendem Niveau ihre Leser bedienen. Fakt ist, wer immer mal wieder mal nur so ein bisschen postet, der wird auch nach einem Jahr noch jammern, dass er noch „ganz klein“ ist. Was mich schon zum letzten Punkt bringt. (Die Teilnahme an „Aktionen“ von anderen Bloggern ist übrigens gutes Füllmaterial, sollte aber bestenfalls nicht die Regel sein. Auch das ständige Teilen von fremden Beiträgen bringt euch auf kurz oder lang keine Punkte.)
  • Seid nicht ängstlich! Nur, weil ihr noch keine 1000 Likes auf der Seite habt, heißt es nicht, dass ihr nicht trotzdem bei Autoren und Verlagen Anfragen stellen könnt. Traut euch und sucht die Herausforderung! Ihr werdet es nicht bereuen!

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps geben. Bitte bedenkt immer, dass das hier nicht die ultimativen Lösungsmethoden sind. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und jeder muss sie auch machen. Es gibt durchaus Blogger, die sich vielleicht auch nur mit dem Gegenteil über Wasser halten.

Aber vielleicht hat der ein oder andere ja für mich noch Tipps? Oder möchte ergänzend etwas dazu sagen? Welche Erfahrungen könnt ihr Blogger noch teilen?

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