Sternenscherben

Informationen zum Buch:

Seitenzahl: 240 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2017
Formate: ebook / Taschenbuch
Preise: 3,99€ / 12,90€

Klappentext:

Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden.
Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt.
„Bist du ein Wertloser, Darian?“, versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen.
„Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin.“

Meine Meinung zum Buch:

Wir schreiben das Jahr 2356. Sämtliche Technik außerhalb eines geschützten Kerns ist Aufgrund erhöhter Strahlung lahmgelegt worden. In diesem Kern dürfen nur die Privilegierten, die besten und stärksten Menschen leben, die weder Gefühle, noch Fortpflanzung benötigen. Dort begleitet man Nora, die immer wieder an sich selbst zweifelt. Und an dem System.
Sie möchte es nicht. Ermahnt sich immer wieder selbst, dass diese Zweifel nicht richtig sind und sie ohne das System nicht überleben könnte. Aber ist das Wirklich so?

Nora war von Anfang an für ihr Umfeld etwas besonderes. Als einzige Dunkelhaarige unter den ‚Privilegierten‘ und auch als einzige, die immer wieder Dinge im System hinterfragt und Gefühlsregungen zeigt, die sie eigentlich gar nicht haben dürfte.

Ihr Gegenpool – Darian – war von Anfang an eher verschlossen und eher spärlich mit seinen Informationen, nicht aber mit seinen Gefühlen und seiner Abneigung gegen das System. Seine oftmals provokative Art, sowie seine vielen Geheimnisse machen es Nora nicht gerade leicht. Dennoch sind beide Charaktere sehr gelungen und wirken echt auf mich.

Da die Kapitel immer abwechselnd aus Noras und Darians Sicht geschrieben sind, lassen sie einen hautnah an ihrer Gedanken- und Gefühlswelt teilhaben. Auch die Kapitellänge ist sehr angenehm gewesen.

Der Bildhafte Stil der Autorin, kombiniert mit einem Endzeitszenario, welches ich so noch nie gesehen habe, ließen dieses Buch für mich zu einem Pageturner werden.

Sternenscherben hält sich weder mit Spannung noch mit Gefühlen zurück. Man spürt Noras Zweifel, man rätselt wer oder was die eigentliche Bedrohung in diesem Szenario ist und man wird oftmals von den Ideen der Autorin überrascht. In einer Welt in der Gefühle, wie Liebe, Neid und Hass nicht existieren sollten, herrscht ein Krieg, dessen Ausgang ungewiss erscheint.

Einziges Manko für mich war das etwas abrupte Ende, an dem ich schon noch ein wenig mehr über das weitere Vorgehen und die beiden Charaktere nach dem Geschehen erfahren hätte. Die Mischung aus Science Fiction, Fantasy und Dystopie haben mich jedenfalls überzeugt, sodass ich Sternenscherben gern weiterempfehle.

BEWERTUNG: ★★★★★  

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