Haus der tausend Spiegel

Informationen zum Buch:

Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 12. September 2016
Formate: ebook / Taschenbuch
Preise: 9,99€ / 12,99€

Klappentext:

Die junge Hexe Annik steht vor einem Rätsel, das über ihr ganzes Leben entscheiden wird: Sie hat den Auftrag, das Geheimnis um die Familie van Leuwen zu lüften. Doch kaum ist sie auf dem majestätischen Anwesen angekommen, machen ihr die Bewohner, Gabriel und Daniel, eindeutige Avancen. Und Annik macht eine finstere Entdeckung nach der nächsten. Ist hier tatsächlich ein mächtiger Spiegelzauber am Werk, gewirkt von einer bösen Hexe? Die sich die Seele und Liebe der van Leuwens auf ewig sichern will? Kann Annik sie besiegen? Denn langsam aber sicher verliebt sie sich, und das Ende ist vollkommen ungewiss …

 

Cover:

Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Im Hintergrund erkennen wir ein Anwesen, welches wahrscheinlich dem im Buch nachempfunden ist. Im Vordergrund steht ein schöner, junger Mann, dessen Gesicht und Körper durch Scherbenrisse und ausgebrochene Scherben kennzeichnet. So habe ich mir Gabriel zwar nicht vorgestellt, der Gesichtsausdruck passt aber wunderbar zu meinem ersten Eindruck. Hier ist es sehr gut gelungen die Geschichte aus dem Buch in ein ansprechendes Bild für das Cover zu verwandeln.

Meine Meinung zum Buch:

Annik ist die 4. Tochter eines Hexers. Sie ist neugierig, mutig, schlagfertig und dennoch liebenswürdig. Auf dem Anwesen lernt sie zunächst den kleinen Elias kennen, der zu ihrem neuen Job gehört. Elias ist sehr ängstlich und zurückhaltend und spricht auch nicht. Sein Vater, der Hausherr Gabriel , wird von Annik als kalt, abweisend, sarkastisch und verschlossen beschrieben. Seine engstirnige, grobe und strenge Art macht es einem schwer ihn zu mögen. Als straken Kontrast dazu lernt man Daniel kennen, der dem Hausherren in vielem ähnlich ist, sich jedoch immer versteckt verhält. Annik beschreibt ihn als sanft, gefühlsbetont, empfindsam und schnell verletzt. Er war mir von Anfang an der sympatischste Charakter im Buch. Als letztes lernen wird noch den Jungen Rafael kennen, der zwar Annik gegenüber sehr aufgeschlossen ist, dennoch sehr zurückgezogen lebt und für sein Alter nicht ausreichend entwickelt scheint.

Alle Charaktere sind wahnsinnig gut durchdacht und scheinen von Anfang an eine Gemeinsamkeit zu haben. So rätselt man gleich mit, was es mit dem verschwinden von Leuten auf dem Anwesen auf sich hat, warum die 4 (Gabriel, Daniel, Elias & Rafael) sich so seltsam verhalten und was sie miteinander verbindet.

Die Story fand ich wirklich gut, auch wenn ich mich mit einigen Ausdrücken, die definitiv nicht aus dem deutschen Sprachgebrauch kommen, ein wenig schwer getan habe. Juffrouw und Mijnheer habe ich für mich persönlich dann mit ‚junge Frau‘ und ‚mein Herr‘ übersetzt, was dem Ganzen wahrscheinlich am ehesten entspricht.

Die Geschichte ist definitiv ein wenig düsterer und sehr verwoben, dennoch gibt es liebevoll umschriebene Momente, in denen man mit Annik ein wenig Herzklopfen empfinden kann. Die Beschreibung der Szenerie und die Feinheiten in der Erzählweise finde ich super.

Das einzige, was mich stört, ist dass es zum Ende hin ein wenig sehr verwirrend wurde für mich. Die Zusammenhänge waren zwar klar, wurden aber so schnell durch wechselnde Szenen beschrieben, dass ich mühe hatte, dem zu folgen. Das eigentliche Ende hat mir allerdings ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, weil ich ebenso wie Annik nicht mehr damit gerechnet hätte.

Diese Geschichte kann ich nur jedem Fantasyfan, der viele spannende und auch mal düstere Storys liest nur wärmstens empfehlen.

 

BEWERTUNG ★★★★☆

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