Fuchsnacht: Nimm meine Hand und sieh

Informationen zum Buch:

Seitenzahl: 324 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 27. August 2017
Formate: ebook / Taschenbuch
Preise: 4,99€ / 14,90€

Klappentext:

Emil Matthei hat es im Leben nicht leicht. Sein Haar hat die Farbe von Karottensaft, er ist Besitzer einer mageren Hühnerbrust und wird ständig Opfer fieser Streiche. Daheim kümmert er sich um seinen an einer Psychose erkrankten Vater, nicht ahnend, dass sich sein Leben um hundertachtzig Grad drehen wird. Durch einen Unfall gerät er in einen gefährlichen Strudel, der ihn immer tiefer in die Fänge der Fuchsdoppel zieht. Schon bald muss er eine Entscheidung treffen: Wird er weiterhin davonlaufen oder sich alten und neuen Herausforderungen stellen?

Meine Meinung zum Buch:

In Fuchsnacht begleitet man Emil durch seinen tristen Alltag als Ausgestoßener, als Opfer. Er muss sich nicht nur gegen Mobber in der Schule, sondern auch seinen Onkel und seiner Tante gegenüber verteidigen. Sein bisheriges Leben verlief alles andere als rosig und dann passiert ein alles verändernder Unfall.

***Achtung, ab hier könntet ihr gespoilert werden! Es ist echt schwer hier spoilerfrei zu bleiben, verzeiht***

Emil muss mit den Tücken, die dieser Unfall mit sich bringt völlig alleine klar kommen und lernt auf diesem Weg die Truppe um Timon kennen. Als die beiden sich immer mehr annähern, dachte ich bereits, dass ich schon eine Ahnung habe, in welche Richtung sich die ganze Geschichte entwickelt, aber weit gefehlt.

***Spoilergefahr vorbei***

Die Autorin versteht es durchaus, durch verschiedene Plottwists, die Handlung immer wieder aufs neue in eine Richtung zu lenken, die sehr faszinierend ist. Sie beschreibt Emils innere Gedanken, seine Zerrissenheit mit sich selbst und auch die Situationen so bildhaft, dass ich beim Lesen ein eher bedrückendes Gefühl hatte. Was gut war. Denn hier wurde nichts beschönigt, sondern das Leben so dargestellt, wie es nun mal sein kann. Auch mit Fantasyaspekt. Hier werden Themen, wie Homosexualität, Mobbing und Gewalt in der Familie stark aufgegriffen und so vermittelt, dass man das Bedürfnis hat, Emil einfach mal unter die Arme greifen zu müssen.

„Wenn ich ganz fest meine Augen schließe, kann ich die Welt sehen, wie sie sein sollte. Voller Gnade, voller Zuneigung und ohne den Hass, der wie Teer unsere Venen verstopft.“

Trotz dieser vielen eher negativen Aspekte, kommen natürlich auch die Liebe und Freude nicht zu kurz. Emil wächst nach und nach über sich hinaus und schafft es, sich immer wieder seinen neu gegeben Situationen anzupassen. Er ist ein faszinierender Charakter.

Einziges Manko: Ich hätte mir am Ende gewünscht, dass die beklemmende Stimmung, die die ganze Zeit im Buch herrscht, hier aufgelöst wird. Der Abschluss war dennoch klasse, sodass ich es immer wieder gerne weiter empfehle.

BEWERTUNG ★★★★★

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