Die Schöpfer der Wolken

Informationen zum Buch:

Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 28. April 2017
Formate: ebook / Taschenbuch
Preise: 4,99€ / 16,90€

Klappentext:

Ciara kann in den Träumen anderer Menschen lesen wie in Büchern. Ihr ältester Bruder, der Schriftsteller Koba, ist der Einzige, der davon weiß. Als dieser jedoch auf unerklärliche Weise verstirbt, ändert sich für die junge Frau alles.
Kobas letztem Wunsch folgend, reist sie mit seinem neusten Manuskript nach Shanghai, um es dort einem dubiosen Verleger zu überreichen. Doch in der fremden Stadt kreuzen Menschen ihre Wege, die so sind wie sie.
Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Als Erdbeben beginnen, den ganzen Planeten zu erschüttern, die Uhren verrücktspielen und fremde Dimensionen aus den Spiegeln dringen, begeben sich die jungen Erwachsenen gemeinsam auf die Suche nach dem wahren Grund ihrer Talente – und nach dem Grund dafür, warum die Welt um sie herum nach und nach zerbricht.

Meine Meinung zum Buch:

Was mir als erstes bei diesem Werk von Marie aufgefallen ist, ist ihr Schreibstil. War dieser mir bei Kernstaub noch zu verschachtelt und abschweifend, ist er hier wunderbar auf den Punkt gebracht. Sie schaffte es mir jedem Wort, mich in ihre erschaffene Welt zu bringen und Emotionen echt und eins zu eins wiederzugeben.

Eine weitere Besonderheit ist das Cover, welches nicht Marie selbst, sondern Alexander Kopainski gezaubert hat und mit diesen wunderbaren Mix aus Blautönen genau meinen Geschmack trifft.

Kommen wir zum Inneren des Buches.
Jedes der Kapitel beginnt mit einer Jahreszahl und in welcher Dimension man sich befindet. Größtenteils erfährt man die Geschichte aus dem Jahr 2021, aber hin und wieder blickt der Leser auch in das Jahr 1999 zurück.

Ciara hat, ebenso wie ihr verstorbener Bruder Koba, die Fähigkeit in die Träume anderer Menschen zu sehen.

Sie und Xia, eine weitere wichtige Person in dieser Geschichte, verfügen über eine Gabe. Beide können bei Berührung eines Menschen seinen Tod sehen und den Ausgang seines Lebens positiv beeinflussen. Xia lebt in Shanghai und wird von schwarz gekleideten Männern verfolgt.

Die Erzählung aus beider Sichten ist sehr faszinierend gewesen. Ihre Art zu Sprechen wurde hier sehr gut unterschieden und dementsprechend in Szene gesetzt.

Zunächst erschien es nur eine einzige Verbindung der beiden zueinander zu geben: Den mysteriösen, Zigarette rauchenden jungen Mann, den Ciara kurzerhand Andrew tauft. Zu den ersten beiden Handlungssträngen gesellen sich dann noch die von dem jungen Geschäftmann Wesley, dem eher abgeschieden lebenden Brandon und die Kapitel von 1999 aus der Sicht der Firmenbosstochter Ashley. All diese Charaktere finden sich in Shanghai zusammen.

Durch ihre sehr bildhafte Schreibweise hat die Autorin es geschafft, mir ihre Welt und vor allem Shanghai, mit allen Unwettern und drohenden Erdbeben gefühlsbetont nah zu bringen. Ich lebte förmlich in dieser Stadt während des Lesens und mit jedem neuen Geheimnis, welches aufgedeckt wurde, war die Spannung jedes mal auf Neue zum greifen nah. Im mittleren Teil stagnierte diese ein wenig und dennoch war ich begeistert von den vielen Wendungen, die die Geschichte immer wieder eingenommen hat. Besonders, als gegen Ende die beiden neuen Sichtweisen von Thien und Lynn hinzukamen, dachte ich, dass nun endlich alle Fragen gelöst wurden. Dies war jedoch bei mir nicht der Fall und so blieb ich auch nach Beenden des Buches mit einer Vielzahl an Fragen zurück, von einer Welt, die mich nicht so schnell wieder loslassen wird.

Fazit: ‚Die Schöpfer der Wolken‘ ist eine ganz besondere Dystopie, die das Weltuntergangsszenario besonders hervorhebt. Es ist zwar komplex, hat aber besonders faszinierende Charaktere und einen gewissen Science Fiction Charakter, der den Leser nicht so leicht loslässt. Für mich war dieses Buch eine Besonderheit, da es mich immer wieder zum Nachdenken angeregt hat, auch zwischendurch und nach dem Lesen, weshalb ich es immer wieder gern weiterempfehle.

BEWERTUNG ★★★★

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