Blogserie – Mika’s Welt

Mein Name ist Mika, ich bin fast 9 Jahre alt, die Lieblingskatze meines Frauchens und das hier wird meine Geschichte.

Da die ersten 6 Lebensjahre eher unangenehm waren, erzähle ich euch lieber von dem Tag, an dem Frauchen mich mitgenommen hat.

Es war schon dunkel und dort, wo die anderen Katzen und ich immer auf etwas Futter gewartet haben, war noch nicht viel los. Der Tag war wieder kalt und meine Nase wie immer zu. Selbst meine Augen waren schon so verklebt, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich immer an den anderen zu orientieren. Ausreichend zu essen bekam ich schon lange nicht mehr ab. Wir waren einfach zu viele. Aber die spärlichen Happen halfen mir zumindest immer so einigermaßen zu überleben. Dann stand plötzlich dieses Auto neben uns. Alle anderen rannten weg. Ich jedoch wusste, um wessen Auto es sich handelt. Die junge Frau, die mich und die kleinen immer lieb in den Arm genommen und ihr Essen mit uns geteilt hat, stieg dort aus. Freudiger Erwartungen (nun, ich hatte natürlich noch Hunger) setzte ich mich auf einen großen Stein und sah ihr zu, wie sie zunächst die Hintertür des Wagens und dann eine vergitterte Box öffnet. Sie holte ein knisterndes etwas aus ihrer Tasche und fummelte daran herum. Dann hielt sie mir etwas entgegen. Sie hätte mir alles unter die Nase halten können und ich hätte es mit Freuden gegessen. So auch dieses Mal. Ich bedankte mich mit einem Schnurren und strich um ihre Beine entlang.

Doch plötzlich tat sie etwas, was sie zuvor noch nie getan hatte…

Sie hob mich hoch, erzählte etwas von einem warmen Platz und ich solle artig sein. Und dann lag ich auch schon auf etwas weichem. Und es duftete nach ihr!

Mittlerweile weiß ich, dass es ihr Lieblingspulli war, den sie in diese Box gelegt hatte. Kaum lag ich in diesem kuscheligen Ding, schloss sie die Box, sowie die Tür vom Auto, kam von der anderen Seite rein und wir fuhren los. Während der Fahrt erzählte sie immer wieder Geschichten und hat mir von meinem neuen Herrchen berichtet. Gebannt hörte ich zu und wurde gelobt, weil ich so artig war.

Die Fahrt dauerte sehr lang, aber ich habe davon kaum etwas mitbekommen. Zu schön war es hier so warm und gemütlich zu liegen und immer wieder hat sie diese Dinger durch die Gitter gesteckt, die wirklich lecker waren (Anmerkung für Frauchen: hol die mal wieder!). Nach einiger Zeit hielt sie jedoch an. „Ich bin gleich wieder da mein Schatz. Ich muss dir nur noch ein Haus kaufen. Warte weiterhin ganz brav auf mich, ja?“ sagte sie zu mir und gab mir noch einmal eine Kaustange. So langsam könnte ich mich daran gewöhnen dachte ich in dem Moment.

Wenigen Minuten später kam sie wieder. Sie hatte ein Lächeln auf den Lippen und sagte „Jetzt fahren wir nach Hause.“

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Eine andere Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte, war einer meiner Lieblingsausflüge…

Wisst ihr noch damals, als Frauchen noch diesen anderen Blog hatte? Diesen hässlichen? Naja egal, also wo war ich? Richtig!

Frauchen legte mir also meine neue Leine an. Die alte war uns beiden zu kurz.
Mir wäre es ja ganz ohne lieber gewesen, aber Frauchen schimpft immer, wenn ich etwas schneller vor laufe und sie nicht hinterher kommt. Ihr kennt das sicherlich.

Wir sind dann an die Elbe und Frauchen stellte murrend fest „Die haben nicht gemäht.“ Yaaay, hohes Gras zum verstecken.

Während ich also durch das Hohe Gras gestapft bin, hat Frauchen versucht ihre Decke irgendwie da zu drapieren. Long Story short – sie hat es nicht geschafft.

Also hat sie mich mit ihrer Kamera verfolgt. Zuerst bei meiner Erkundungstour um meine Bäume und später dann, als ich Richtung Wasser marschiert bin.

Mich hat an diesem Tag nichts aufgehalten. Auch nicht die 5 Meter Leine, die wie eingangs schon mal erwähnt viel zu kurz ist.

Dann kamen Freunde von Frauchen,               die ich zwar schon kenne, die aber etwas mitgebracht haben, was mich sehr erschreckt hat. Mit ihrem Modellflugzeug sind sie dann über die Wiesen gesegelt und haben alle Menschen dort staunen lassen. Ihre blöden Hunde auch. Aus sicherer Entfernung habe ich dann das Ganze beobachtet. Bis sie wieder verschwunden waren.

Im weiteren Verlauf des Ausfluges wollte ich mir mal wieder ein wenig von dem Gras einverleiben, weil das einfach besser schmeckt, als das, was Frauchen immer mitbringt. Ich esse es trotzdem, aber draußen schmeckt es einfach besser.

 

Und dann kam allerdings irgendwann der      Moment, an dem ich wieder in die Kiste musste und von Frauchen nach Hause gefahren werden sollte. Ich habe mich natürlich geweigert und bin ganz schnell, ganz viel gelaufen, damit sie mich nicht kriegt. Hat sie natürlich trotzdem – wegen den 5 Metern, die viel zu kurz sind – und dann war ich ganz schön KO und wollte nur noch schlafen.

Zuhause angekommen habe ich dann nur noch geschlafen, aber wenn ich die vielen Bilder von dem Auflug sehe, denke ich immer wieder gerne daran zurück und wünsche mir viel Sonne, damit Frauchen mich mal wieder mitnimmt. Dann aber bitte mit einer längeren Leine.

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2 Kommentare zu Blogserie – Mika’s Welt

  1. Fanny sagt:

    Was? Was? Waaaaaaaaas?
    Wie kann man nur so nen fiesen. Cliffhanger setzen!

    Aber wirklich schön erzählt, liebe Mika!
    Ich freue mich schon, von deinen Abenteuern zu lesen!

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