Autoreninterview – Veronika Rothe

Es sind immer noch Hidden Hero Thementage und heute gibt es für euch ein kleines Interview mit Veronika Rothe. Viel Spaß!

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Nicci: Da dich ja bisher nur ein paar Wenige kennen dürften, stell dich doch mal vor und erzähl uns ein Bisschen was über dich.

Veronika: Das Wichtigste für dieses Interview (und für meine Bücher), das ihr über mich wissen müsst: Ich kann mich nicht kurzfassen. Konnte ich noch nie und werde ich wohl auch nicht. Wie lange ich brauche, um eine Kurzgeschichte zu schreiben, könnt ihr euch ja vorstellen … Die meiste Zeit habe ich nur mit Kürzen verbracht.
So, jetzt könnt ihr nicht sagen, ich hab euch nicht gewarnt!

Aber okay. Was gibt es über mich zu sagen? Ich bin 27, lebe wieder in meiner Heimat in Süddeutschland nachdem ich die letzten acht Jahre wegen Studium in Freiburg, Bamberg und vor allem Leipzig gewohnt habe. Ich habe Geschichte studiert mit Schwerpunkt Mittelalter (vor allem englisches, weil ich England LIEBE) und bin jetzt mit ganzem Herzen Mama eines fast dreijährigen Kindes. Wenn das dann mal schläft, lese und blogge ich für die Lila Bücherwelten und schreibe an meinen eigenen Büchern.
Studium also irgendwie für die Katz, aber hey. Manchmal geht das Leben seltsame Wege.

N: In der Anthologie Winterstern vom Sternensand Verlag erzählst du ja in der Geschichte Ganz von dem Jungen Otan. Ist diese somit dein Debüt?

V: Die Frage finde ich gar nicht so leicht zu beantworten.

Auf der einen Seite ist »Ganz« in der Anthologie Winterstern auf jeden Fall mein Debüt, da hier zum ersten Mal ein Text von mir in einem Buch veröffentlicht wurde. Und da ich den Sternensand Verlag liebe, freue ich mich umso mehr, dass es dort passiert ist.

Aber auf der anderen Seite schreibe ich jetzt schon seit elf Jahren Romane – Mist, ich komme mir gerade echt verdammt alt vor – und gerade in den letzten drei Jahren sind sehr viele (sieben) entstanden, sodass sich die Kurzgeschichte nicht wirklich wie mein Debüt anfühlt, weil ich eben davor schon so viel geschrieben habe.

Gerade die High Fantasy – Trilogie, die ich 2006 begonnen habe und die mich bis heute begleitet (und sobald ich Zeit habe hoffentlich endlich fertig geschrieben wird), repräsentiert für mich mein eigentliches Debüt als Autorin – auch wenn sie (noch) nicht veröffentlicht ist.

N: Hidden Hero. Eine junge Heldin – Ein Traum von der großen Stadt. Worum geht es in deinem Buch?

V: Die ursprüngliche Idee dahinter war für mich die Überlegung, dass so viel Mist in unserer Welt passiert, dass es doch toll wäre, wenn wir Superhelden hätte, die uns beschützen. Ich bin nach den Anschlägen in Paris 2015 auf diesen Gedanken gekommen und er hat mich nicht mehr losgelassen.

»Hidden Hero« ist eine Geschichte über eine junge Frau mit einem großem Traum. Lily will Superheldin sein und obwohl sie das offiziell ist, ist sie am Ende doch wieder keine. Klingt bescheuert, ist aber so.
Ihre Kräfte sind so mickrig, dass sie an den Ar… ähm… das Hinterteil der Welt geschickt wird, wo sie immer zynischer und wütender wird. Sie kann nämlich nichts anderes als Gänseblümchen erschaffen. Was bei der Verbrecherjagd nicht sonderlich hilfreich ist …
Doch sie gibt nicht auf und ergreift die erste sich bietende Chance, um allen zu beweisen, dass mehr in ihr steckt. Dass man nicht perfekt sein muss, um ein echter Held zu sein und die Welt zu retten.

Es geht um Träume, um Rückschläge und darum, dass man nur man selbst sein muss, damit der versteckte Held in jedem von uns zum Vorschein kommt.
Und es geht natürlich auch um den größten Superhelden aller Zeiten alias Mr. Perfect alias der Sexiest Man alive: Hero.

N: Ich liebe ja deinen angenehmen, sarkastischen Humor im Buch. Konntest du den immer gleich komplett so schreiben, oder hattest du vielleicht auf Dauer damit auch Schwierigkeiten, bestimmte Passagen mit Lilys Sarkasmus zu füllen?

V: Das ist so eine Sache mit dem Sarkasmus. Er kommt einfach aus mir raus, sobald ich im „Lily-Modus“ bin. Ich muss nicht drüber nachdenken, sondern lasse einfach alles absolut ungefiltert aus meinem Hirn in den Text fließen.
Bei Passagen, bei denen es richtig spannend wurde oder bei denen die Handlung an sich einfach im Vordergrund steht, habe ich mich dann allerdings mehr darauf konzentriert und in einem zweiten Durchlauf blöde Sprüche und Lilys Humor eingebaut.

N: Ähnelst du Lily im Verhalten?

V: Überhaupt rein gar nicht.
Jedem, der mich persönlich kennt und dem ich erzähle, wie Lily so drauf ist, schaut mich perplex an. Nach dem Motto: Ähm.. Okay? Und wie kommt sowas aus DIR raus?
Im echten Leben bin eigentlich nur für mich allein ein wenig so drauf wie Lily – sprich blöde Sprüche, Sarkasmus und Co spielen sich eher in meinem Kopf ab.

N: Also ist sie dein Liebling im Buch?

V: Auf jeden Fall! Ich liebe sie, weil sie anders ist und einen Dreck darauf gibt, was die Leute von ihr denken. Weil sie für ihren großen Traum kämpft (das haben wir gemeinsam) und nicht aufgibt, egal wie ausweglos es aussieht.
Obwohl ich Hero als Figur jetzt auch nicht abgeneigt bin. Also so überhaupt gar nicht.

N: Können wir denn in 2017 noch weitere Projekte von dir erwarten?

V: Zwei feste Projekte habe ich schon für 2017, abgesehen von Hidden Hero. Im April wird eine Kurzgeschichte in der Anthologie des Talawah-Verlags (U-Files. Die Einhornakten) von mir erscheinen und im Herbst gibt es etwas völlig anderes von mir zu lesen. Dann erscheint „Seelenfluch“ im Tagträumer Verlag, bei dem ich eher auf die Gefühlsschiene gehe und nicht so auf die mit Sarkasmus.
Ich wünsche mir schon, dass dieses Jahr noch zwei, drei andere Bücher veröffentlicht werden, aber das steht noch ein bisschen in den Sternen. Hängt unter anderem vom Erfolg von Hidden Hero ab *Wink mit dem Zaunpfahl*

N: Und jetzt geh ich mal ganz weit weg, von Veronika als Autorin und komme zu Veronika der Bloggerin: Welche Bücher haben dich besonders geprägt und vielleicht auch einen Teil zu Hidden Hero beigesteuert?

V: Also zu Hidden Hero hat mich eigentlich nur das echte Leben – traurigerweise muss man ja sagen – inspiriert. Und da ich als Blogger ja viel lese, wusste ich, dass das Thema Superhelden noch nicht so abgegrast ist wie andere.
Geprägt haben mich viele Bücher. Natürlich die obligatorische Antwort: Harry Potter. Da müssen wir nicht drüber reden.

Aber auch die Twilight-Reihe, „Tiger’s Curse“ von Colleen Houck, alles von Jennifer Wolf, Samantha Young und auch Rebecca Gablé hat mich nachhaltig beeinflusst. Wegen den historischen Romanen von Frau Gablé bin ich beispielsweise überhaupt erst auf den Geschichts-Studiums-Trichter gekommen.
Hach, es gibt einfach so viele schöne Bücher, die ich hier gar nicht alle nennen kann!

N: Ja, da geht es uns allen gleich. Und nun kommen wir auch schon zur letzten Frage: Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?

V: Ein perfekter Tag … Hm … Am liebsten im Frühling oder Herbst mit Sonnenschein geweckt werden. Dann erst mal mit meiner Familie schön frühstücken, den Tag draußen in der Natur verbringen, irgendwann Zeit zum Schreiben und Lesen haben und abends einen schönen Film schauen.
Gott, klingt echt mega langweilig und spießig, aber ich fürchte, so bin ich halt.

N: Ich finde, das klingt wunderbar entspannend. Vielen Dank Veronika Rothe, für das tolle Interview <3 Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem tollen Buch und noch viele weitere 😉

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Und jetzt seid ihr wieder gefragt. Unter allen, die mir verraten, ob sie Veronika, oder ihre Geschichte bereits kennen, verlose ich auch dieses Mal wieder ein prall gefülltes Goodiepaket.

Alle Gewinnspiele, die zur Messezeit stattfinden, laufen bis zum 26. März um 23.59 Uhr.

Facebook hat wie immer nichts mit diesem Gewinnspiel zu tun. Teilnehmen kann jeder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein EXTRALOS gibt es, wenn ihr diesen Beitrag auf meiner Seite buchrücker.net ebenfalls kommentiert (falls abweichenden Namen von FB, bitte mit angeben).

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2 Kommentare zu Autoreninterview – Veronika Rothe

  1. Ingrid Schrettl sagt:

    Also ich muss sagen ich verfolge Veronikas Buch schon seit ich den allerersten Schnipsel davon gesehen habe. Warum?? Weil ich ein riesiger Comic/Superhelden Fan bin. Immer war und immer sein werde. Darum ist mir Veronika schon sehr sympathisch und dieses Interview hat die Sympathie noch größer gemacht.

  2. Yvonne Kretzer sagt:

    Ich kenne leider weder die Autorin noch das Buch, aber das wird sich bald ändern. Hidden Hero ist so eben nach ganz oben auf die Wunschliste gewandert.

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